Debatte: Schon alles gesagt, nur noch nicht von allen?

Am 8. Juni diesen Jahres, also vor genau einem Monat entwarf der renommierte (Film-)Kritiker Wolfram Schütte auf Perlentaucher.de seine Idee einer „Literaturzeitung“ im Netz (eben hier). Der 75-Jährige wurde 1995 ausgezeichnet mit der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main, in jenem Jahr also, als ich immer noch die Mittelstufe des örtlichen Gymnasiums besuchte. Schütte wünscht sich ein Netz-Äquivalent zu den Feuilletons, die immer weniger Platz für klassische Literaturkritik anbieten: „In der SZ z.B. wird die tägliche Buchseite seit geraumer Zeit nicht nur immer kleiner; sondern immer häufiger verdrängen Berichte von literarischen Veranstaltungen, Autorenporträts oder -beiträge Rezensionen & Kritiken, deren spezifischer Platz einmal die „Buchseite“ gewesen ist. Damit geht nicht nur ein journalistisches Genre der Kritik dahin, sondern auch für Verlage & Leser schwindet die Vielfalt & Breite der Information über die Buchproduktion.“ Aus diesem Text, überschrieben als Essay „über die Zukunft des Lesens“ entstand eine Debatte, die ich hier auf „Lesen mit Links“ kurz zusammenfassen möchte – um in Kürze den eigenen Beitrag bei Thierry Chervel vom Perlentaucher einzureichen (er hatte mich vor Kurzem eingeladen, nur kam das Klagenfurter Wettlesen dazwischen.) Das Beitragsbild ist von Wikipedia und zeigt den kranken Heinrich Heine. Ein erstes Resümee der Debatte gab es bereits hier im Blog, ein zweites vor wenigen Tagen hier bei Nachkritik.

Am 24. Juni antwortet  Thierry Chervel auf Schütte, unter der Überschrift „Kritik im Netz/Editorial“. Er datiert den Debattenbeginn auf diesen Text von Verbrecher-Verleger Jörg Sundermeier („Die Literaturkritik droht uns allein zurück zu lassen“) vom 25. Januar im Buchmarkt (Lesen mit Links hat den damals virulenten Diskurs eben hier dokumentiert). Chervel erinnert an ein Radiointerview, das er Ende 2014 dem Deutschlandradio gegeben hatte: „Demnach ist die Zahl der Buchkritiken in den vom Perlentaucher ausgewerteten Zeitungen von 4.330 im Jahr 2001 auf 2.200 im Jahr 2014 zurückgegangen. Die von uns ausgewerteten Zeitungen sind die FAZ, die NZZ, die SZ, die taz, die FR und die Zeit und seit neuerem die Welt.“ Zu Schüttes Vorschlag fragt Chervel, ob jener „nicht trotzdem hoffnungslos naiv“ sei. „Hat sich die Zukunft der Literatur und des Lesens nicht längst schon ereignet? Inklusive Nutzerkritiken auf Amazon, Literaturblogs, einem parallelen Ebook-Markt und avantgardistischen Independents, die mit der traditionellen Verlagsszene längst nichts mehr zu tun haben?“ – Ab hier übernahm der Rest des Netzes. (Wo genau der Beginn dieser Debatte auszumachen ist: schwierig. Wird die Literaturkritik nicht von jeher von einer „Beobachtung der Beobachtung“ begleitet?)

Ebenfalls am 24. Juni kontert Marcel Weiss, Analyst der Internetwirtschaft und Betreiber von neunetz.com mit der Aussage: „Das Internet kann alles abdecken“. Weiss gibt zu bedenken, dass man Zeitungen 1:1 ins Netz übertragen kann, allerdings „dass sie hier als identische Kopie (E-Paper) nicht erfolgreich sind, liegt auch daran, dass diese Gefäße nicht optimal sind.“ Auch seien, anders als von Schütte vermutet, Algorithmen nicht die einzige Möglichkeit, Informationen im Netz zu sortieren oder neue Informationen zu finden. „Das Internet hört nicht beim Suchschlitz auf.“ Man kann eingrenzen, auswählen, sein persönlicher Kurator sein, mit selbst zusammengestellten Timelines auf Twitter, Goodreads, Facebook usw. Der medienkompetente Nutzer ist zugleich ein Chefredakteur. Eine Sache, die mich übrigens an allen Redakteursjobs bislang begeistert hat: Durch das Redigat lese ich die Texte genau und lerne oder entdecke.

Von einer „rettenden Öffentlichkeit“ schreibt am 25. Juni Alexander Kluge: „Meine Erfahrung mit dem Internet ist, dass es überraschende Volten schlägt. Wenn es derzeit in seinem Mainstream auf stumpfsinnige Weise die Realität durch Ungeduld, Kurzfassung, Anpassung und organisierte Gleichgültigkeit übertrifft, ist es umgekehrt auch gut für Wunder der Aufmerksamkeit. In den Chips steckt bekanntlich Silicium. Ein Zuviel an Silicium nennt man Wüste. In der Wüste gibt es Stützpunkte des Lebens. Das sind die Oasen. Oft sind sie räumlich klein, im Verhältnis zum Gesamtgelände.“ Kluge wünscht sich eine derartige Oase – und beschreibt den Entwurf eines ElfenbeinLeuchtturms, der seiner Ansicht nach ein Ort „klassischer Öffentlichkeit“ sein könnte.

Die Schweizerin Sieglinde Geisel fordert in ihrem Blog „Eine digitale Literaturzeitschrift – unbedingt!“. Geisel ist Rezensentin für die Neue Zürcher Zeitung, Deutschlandradio Kultur, ZEIT, Lettre International und betreute als freie Lektorin u.a. Katja Petrowskajas „Vielleicht Esther“. Wichtig ist in ihrem Beitrag dieser Hinweis: „Es gibt eine lähmende Scheu vor angriffiger Kritik. Das ist nicht (nur) Charakterschwäche. Es liegt auch am Betrieb, der dafür sorgt, dass sich Kritiker und Autoren ständig über den Weg laufen. Die Begegnung mit einem Autor, den man verrissen hat, ist unangenehm, für beide Seiten. Als MRR seinen Freund Heinrich Böll verrissen hatte, flüsterte ihm dieser beim nächsten Zusammentreffen ins Ohr: ‚Du Arschloch!‘, gab ihm die Hand und sagte: ‚Jetzt können wir wieder miteinander reden.‘ Das hatte Stil. Heute könnte ich mir eine solche Szene bei niemandem vorstellen.“ – Das wäre natürlich ein Punkt für meine Heimatstadt Wuppertal, denn hier laufe ich nie irgendwem über den Weg. Es gibt auch keine Verlagspartys. Durch das Netz begegnet man sich dennoch jederzeit. Da kann ich ebenso gleich nach Berlin ziehen. Es macht schlichtweg keinen Unterschied.

Michael Kötz, Direktor des „Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg“, Leiter des „Festival des deutschen Films“ in Ludwigshafen und Präsident der „Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar“ kehrt in seinem Beitrag am 26. Juni zu Schüttes Vorschlag einer Literaturzeitung im Netz zurück. Er gibt zu bedenken, dass der Titel „Fahrenheit451“ zu intellektuell sei. Nur, muss es gleich „Wunderwelt“ sein, wie von ihm in den Raum geworfen? Denn genau so klingen die meisten Bücher-Blogs (ich meine damit nicht die literaturkritischen Seiten beispielsweise von Thomas Hummitzsch und We read Indie). Wohin man schaut: Tintenzauber, Weltentanz, Lesemanie, Literaturmaus und Das Bücherwürmchen. Nichts gegen diese Seiten. Sie sind Fanpages von literaturbegeisterten Menschen, die ihre Bücher kaufen und ein romantisches Forum gefunden haben. Sollte das digitale Magazin dagegen in Anlehnung zu Ray Bradburys Roman betitelt werden, schlage ich ohnehin Fahrenheit 2577 vor – dem Schmelzpunkt von Silicium.

Tilman Winterling, Jurist in Hamburg und Betreiber des Literaturblogs 54books.de macht am 29. Juni das, was Juristen aufgrund ihrer Profession immer tun und was den Journalisten stets gut ansteht. Er definiert die Probleme des Print: nicht offen für das Spezielle, da ein Massen-Medium auch massentauglich sein muss, was wiederum führt zu einer permanenten Verkleinerung der Reichweite, während sich jene der einzelkämpferischen Blogs zwar erhöhe, wo deren Inhalt aber aus verschiedenen Gründen nur unregelmäßig aktualisiert wird. Winterling plädiert für ein „Best of both worlds“, der Totholz- und der Blogszene. „Das Zusammenführen von einer festen Redaktion, mit Leitungs- und Sortierfunktion, mit dem Überblick wer, wann, was veröffentlicht, die dafür sorgt, dass regelmäßig hochwertige Inhalte angeboten werden und solchen Leuten, die hochgradig auf einzelne Themenfelder spezialisiert sind, weil sie eben (noch) nicht in den Mühlen des Mainstreamjournalismus zermahlen wurden, vielleicht auch nur weil sie nicht davon leben müssen.“

Jörg Sundermeier erinnert am 30. Juni noch einmal daran: „seit Jahren wird der Gehalt der Printmedien immer weiter eingeschränkt, ihrer Stärken beraubt, welche da wären: Kommentar, Kritik, Glosse, Hintergrundartikel, sorgfältige Auswahl und Gastbeiträge von Fachkräften.“ Die (unprofessionellen) Blogbetreiber, die tatsächlich literaturkritisch arbeiten gehören eher zu den „happy few“ und werden von der arrivierten Kritik keinesfalls – wie junge Athleten von ihrem Trainern im Sportverein – unter die Fittiche genommen und angeleitet. Während sich die professionelle Kritik immer mehr mit Klickraten beschäftigen muss und formal eine Annäherung an VICE oder Huffington Post stattfindet, fehlt es den Bloggern wiederum an Vorbildern, die alte Standards der Kritik hochhalten. „Auch die Bloggerinnen und Blogger schielen, wie es ihnen ihr Internetbloganbieter nahelegt, auf Reichweiten, auf Feedback, auf Klicks, und sie machen einiges dafür.“ Was hier in der Betrachtung fehlt: Blogger machen zwar einiges dafür, sind aber unstechlich, müssen sich nicht scheren um die Verlagsannouncen, haben keinen Chefredakteur, sind nicht befallen von jener Selbstkonditionierung, durch die ein Redakteur von sich aus darauf achtet, „dass er die Bestseller, die ‚großen Autorinnen‘, die ‚brillante Debüts‘ vor oder gleichzeitig mit allen anderen im Blatt oder online hat.“

Ich würde Wolfram Schütte wirklich gerne einmal auf einen Kaffee treffen und ihm zeigen, wie er mit ein paar einfachen Handgriffen das für ihn vielleicht noch unübersichtliche Internet sondieren könnt. Was er sucht, das Finden ohne Suchen, gibt es längst.“ Das schreibt mikrotext-Verlegerin und Schriftstellerin Nikola Richter am 30. Juni und spricht Schütte direkt und auf freundliche Weise an, der in seinem Pladoyer zum Ausdruck gebracht hat, dass er neugierig ist, dass er sich immer wieder in neue Diskurse hineinlesen und -denken will, „mit anderen aktuell, zeitnah, textnah diskutieren“, an einem zeitgenössischen literarischen Leben teilhaben möchte. „‚Lieber Herr Schütte‘, möchte ich rufen, ‚diese gibt es doch schon! Und Sie sind doch auch bereits auf dem besten Wege dahin. Die Blogs, die Sie benennen, Logbuch Suhrkamp, 114 des S. Fischer Verlags, Resonanzboden von Ullstein: Abonnieren Sie sie über einen Feed-Reader (zum Beispiel Feedly). Dazu noch ein paar tolle Literaturblogger wie Stefan Mesch, Mara Giese, Karla Paul oder Jan Drees und viele andere, die Sie in den Linklisten der genannten Blogger finden.“ Richters Fazit: „Ich wünsche mir, online und offline, mehr Mut zu eigener Meinung, zur Einordnung. Weniger Kaufempfehlungen als Kontextualisierung.“

Ekkehard Knörer der bereits hier im Merkur auf „Die Sundermeier-Debatte“ eingegangen ist, erwähnt in seinem Beitrag noch einmal den Reiz eines redaktionellen Produkts. „Es geht dabei um die Dialektik von Vielheit und Einheit, die das Prinzip Redaktion ausmacht; darum, dass da jemand mit Absicht das Diverse nebeneinander gestellt oder nacheinander veröffentlicht hat; es geht um das Gegen- und Miteinander von grundsätzlicher Offenheit und grundsätzlicher Positionierung; um das Auswählen einzelner Autorinnen, Texte und Autorinnen-Text-Kombinationen durch Subjekte, die dabei auch angesichts ihrer Vorlieben, Überzeugungen, Prägungen möglichst objektiv zu bleiben versuchen. Und nicht zuletzt ist Überraschung immer relativ zu Erwartung: Nur dann, wenn es durch Tradition und Markenbildung geschaffene Erwartungen gibt, sind Überraschungen möglich.“ Ein Problem, mit dem sich freilich auch „Lesen mit Links“ auseinandersetzen muss ist jenes der fortlaufenden Finanzierung. Ich möchte einem späteren Beitrag nicht voraus greifen, aber ohne das öffentlich-rechtliche Radio wäre der Blog in dieser Form nicht vorstellbar.

Sehr offen und journalistisch ehrlich macht Dana Buchzik (frei tätig u.a. für Die Literarische Welt, taz) in ihrem Beitrag darauf aufmerksam, dass Buchrezensionen heute wahlweise von etablierten Kritikern oder unterbezahlten Freien geschrieben werden. „Die Etablierten sind mit mindestens drei Viertel des Betriebs freundschaftlich verbandelt, werden zu allen Messepartys eingeladen, essen mit den Verlegern Hirschbraten in gediegenen Etablissements und sprechen dabei betroffen über die Verlagskrise, die dringend Einsparungen notwendig macht, etwa bei Volontärsgehältern oder Honoraren für freie Mitarbeiter.“  Buchzik spricht sich aus für neue Formen der Kritik, die keine Floskeln zulassen, die den Leser mit einbinden, die schneller konsumierbar sind – von  einer Anbindung an die (Literatur-)Wissenschaft, wie sie das Feuilleton jahrzehntelang prägte, ist hier nichts zu lesen.

Florian Kessler, einst freier Literaturkritiker, nun angestellt im Münchner Lektorat des Carl Hanser-Verlages spricht den kritisch arbeitenden Literaturbloggern freilich aus der Seele, wenn er in seinem Text fordert: „Börsenverein, reformier doch einfach mal grundlegend deinen ehrlich gesagt ein ganz wenig angestaubt wirkenden Alfred-Kerr-Preis! Ich glaube, das Jahr, in dem in öffentlicher Auseinandersetzung Blogger und Literaturkritiker über ihre jeweiligen Kriterien und Standards sprechen würden, und dieses Sprechen in zumindest halbwegs große Berichterstattung transportiert würde – dieses Jahr wäre ein gutes Jahr für die literarische Öffentlichkeit.“

Vom Richterstuhl steigt der Literaturkritiker in diesem Beitrag von Deutschlandradio Kultur-Redakteur Thorsten Jantschek, der zunächst konstatiert: „zu keiner Zeit konnte man so viel über Literatur lesen und also Bücher entdecken wie heute, auch und gerade durch das Surfen von einer Seite zur nächsten, von der ‚New York Review of Books‘ bis hin zum ‚Lesen mit links‘-Blog von Jan Drees etwa.“ (Fremdlob als Eigenlob, ich weiß… Aber es schaut so fein aus.) Jantschek beobachtet, dass es weniger „klassische Rezensionen“ gibt, dass dafür aber mehr über Literatur gesprochen wird, wie in Deutschlandradio Kultur: „Autorengespräche, Portraits, Literaturtipps, aktuelle Berichterstattung zur Literatur findet im ganzen Programm, von der Frühsendung ‚Studio 9‘ bis hin zu kulturellen Tagesschau ‚Fazit‘ statt.“ Der Kritiker ist für Jantschek im Jahr 2015 nicht mehr Wahrheitssucher, der einem Celan-Gedicht den Sinnzusammenhang des Großen und Ganzen ablauscht. Der neue Kritiker ist vielmehr ein Bedeutungsspurenleser, der sich in ein literarisches Gespräch einzuschalten weiß. Der neue Kritiker verkündet nicht mehr ex cathedra sein Urteil (und bewegt sich damit in jener juristischen Tradition, aus der sich einst die germanistische Literaturwissenschaft heraus gebildet hat.) Der neue Kritiker erkennt Bezüge, kann Literatur decodieren, in neue Gegenwartszusammenhänge stellen, den Raum des Möglichen deuten, erweitern, für junge Zielgruppen öffnen, denen das Feuilleton seit Jahren hinterher rennt.

Michael Pilz, Leiter des Innsbrucker Zeitungsarchivs (IZA) konstatiert in seinem Beitrag auf der Seite literaturkritik.de, dass einiges schlechter als gestern, aber nicht notweniger Weise schlechter als vorvorgestern ist. Wer aktuell ins Feld führt, dass von den zehn, elf Zeitungsseiten im Feuilleton um das Jahr 2000 herum, lediglich vier bis fünf übrig geblieben sind, „der sollte doch auch erwähnen, dass diesem quantitativen Niedergang ein ebenso rasanter Seitenvermehrungsprozess in den 1980er und 1990er Jahren vorausgegangen war – was „treue Zeitungsleser“ durchaus wissen und unter dem Stichwort „Feuilletonboom“ abgespeichert haben.“

Thomas Brasch provoziert in seinem Beitrag den Bildungsbürger, wenn er das Feuilleton als Institution vorstellt, die ihren Lesern Geld abknöpft für die immer neue Vergewisserung, dass die je eigene Haltung schon die ästhetisch-poltisch richtige sei. Zugleich leistet sich eine Qualitätszeitung das Feuilleton, weil F.A.Z.-Leser erwarten, eines vorzufinden. „Es ist Common Sense unter Medienmachern und ihren Rezipienten, dass ein seriöses bildungsbürgerliches Medium ein Feuilleton hat so wie man in einem fünf Sterne Hotel ein Wellness-Bereich erwartet. Vergleichbar auch mit dem heimischen Bücherregal, dass doch mindestens eine gediegene Auswahl an ca. 500 Büchern, vorwiegend Hardcover umfassen sollte, bevor man von einem bildungsbürgerlichen Haushalt spricht – völlig unabhängig davon, ob die gelesen wurden.“ Thomas Braschs’ Argumentation gipfelt in der freundlichen Polemik: „Deshalb befürworte ich die Club-Idee – und zwar in voller Konsequenz. Endlich offen zeigen, wo das Feuilleton positioniert ist, wo es hingehört: elitär, selbstreferentiell und für Leute, die neben ein wenig Geld auch über den größten heutigen Luxus verfügen: Zeit und Muße. Das macht es hoch begehrlich. Da bin ich dann gern dabei – wenn ich darf und es mir leisten kann.“ – Mehr dazu: morgen.

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