Staffelstart: „Lesen mit Links“

Heute läuft die erste Ausgabe meiner jetzt.de-Kolumne „Lesen mit Links„. In der ersten, auf 15 Folgen angelegten Staffel geht es um Romy Schneider, Swimmingpools, Susanne Heinrich, den Wutausbruch von Vea Kaiser und DIY Publishing. Eine Gebrauchsanweisung.

Jede Wochen lese ich für das Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung mindestens tausend Seiten Literatur, besuche, sofern es passt, die besten Lesungen, Verlagsparties, Bücherblogs. Ein Update gibt‘s dann immer am Donnerstag ab 18:30 Uhr in der Literaturkolumne. Darauf freue ich mich sehr, weil jetzt.de eine wunderbare Ergänzung zum 1LIVE-Angebot ist. Dort setzen wir nämlich keine Links in den Text, auch wird bei YouTube-Ausschnitten anders selektiert. Bücher, als Wirklichkeitsspeicher, beinhalten automatisch Links, so war es stets, so wird es immer sein. Ich möchte möglichst viele dieser Links aufspüren und die dann interessantesten verknüpfen. Aktuell schaue ich Filme wie „Es war einmal in Amerika“ und „Der Pate“ und ganz und gar apokryphe Sachen, um die „Lesen mit Links“-Kolumne für die kommende Woche vorzubereiten. Denn dann geht es um einen schwulen Mafioso, um Inszenierung von Heterosexualität in Faschismus und ‚Ndrangheta, aber bestimmt auch um Andrej Longo und seine Neapelbücher – mal schauen, was sich anbietet.

965950-220x279Gibt es kulturelle (Unter-)Strömungen, verweise ins Antike – oder doch eher zu stickigen Pariser Clubs? Das alles soll rein. Es ist ein unendlicher Spass, dieses Puzzle zusammenzustellen, zu basteln, es ist ein riesiges Geschenk, dass die großartigen jetzt.de-Kollegen Platz, Geduld, Zeit hergeben für dieses Teil. (Dass es in der Tat um genau diese drei Dinge geht, zeigen auch die nicht weniger abfeiernswerten 1LIVE-Kollegen seit vielen, vielen unermüdlichen Jahren, Woche für Woche für Woche für Woche.) Da darf man auch mal DANKE sagen. Nicht zu vergessen: in „Lesen mit Links“ kommt stets die Wochengegenwart mit Euch allen ins Spiel – schreibt‘ mir, was Euch aufgefallen ist, welcher Wutausbruch in der vergangenen Woche relevant, welcher Literaturmoment aufhebenswert war, worauf Ihr Euch in den kommenden Tagen freut. Eine Auswahl gibt es dann in meiner Kolumne, die (junge) Literatur auf weit ausholende Weise herzeigen will, das nach immer neuen Gründen sucht, weshalb es sich lohnt, an dieser Szene dranzubleiben, gerade jetzt:

Weil sie sich verändert, auf rasante, nur noch für die Wenigsten auch auf beängstigende Art und Weise. Die Kollegen von litflow haben vor Kurzem den Vorhang weit geöffnet, Begeisterung für das Zukünftige zugelassen. – Und bitte verlinkt, kommentiert, schreibt, besucht „Lesen mit Links“, auf dass wir vielleicht schon bald sagen können: „Die zweite Staffel ist in Vorbereitung.“ Danke für Eure Aufmerksamkeit.

Jan Drees

Ich bin Redakteur im Literaturressort des Deutschlandfunks und moderiere den „Büchermarkt“.

Im Jahr 2000 erschien mein Debütroman „Staring at the Sun“, 2007 folgte ein überarbeiteter Remix des Buchs. Im Jahr zuvor veröffentlichte der Eichborn-Verlag „Letzte Tage, jetzt“ als Roman und Hörbuch (eingelesen von Mirjam Weichselbraun). Es folgten mehrere Club-Lesetouren (mit DJ Christian Vorbau). 2011 erschien das illustrierte Sachbuch „Kassettendeck: Soundtrack einer Generation“, 2019 der Roman „Sandbergs Liebe“ bei Secession. Ich werde vertreten von der Agentur Marcel Hartges in München.

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