Lanzarote-Linkradar

Wetterbedingt (22 Grad im Schatten, Dauersonnenschein, beste Strandbedingungen) fällt der Linkradar heute etwas kleiner aus – mit den nachzureichenden Büchern, auf die ich mich freue (Teil 2), der (Nicht-)Zukunft des Buchhandels, Richard von Weizsäcker und dem spekulativen Horror des Merve-Verlages. Das obige Beitragsbild zeigt den sehr schönen Aufmacher aus der Literarischen Welt, in dem Ende Dezember Sandra Annika Meyers und mein Twitteratur-Buch vorgestellt wurde.

Ohne Titel_2Bücher, auf die ich mich freue (Teil 2): Martin Kordic: “Wie ich mir das Glück vorstelle” (Bild rechts) Anne Landsmann: „Wellenschläge„, Christoph Poschenrieder; „Das Sandkorn, Matthias Nawrat: “Unternehmer”, Heinrich Steinfest: “Der Allesforscher”, Lorenz Langenegger: „Bei 30 Grad im Schatten“, Hans Platzgumer: „Korridorwelt“, Sandro Veronesi „Die Berührten“, Tamara Faith Berger: „Push“ (dazu ein aktuelle passendes Bild, aufgenommen in einer Strandtoilette an der Playa Blanca), Gertraud Klemm: „herzlich“, Jan Christophersen: „Echo„, Simon Urban: „Gondwana„, Hans Herbert Grimm: „Schlamp“, Angelika Klüssendorf: „April

123Bereits im November har Kathrin Passig in ihrer ZEIT-Kolumne über die (Nicht-) Zukunft der Bibliotheken (Papiermuseen) geschrieben – dieser Woche analysiert die Ingeborg-Bachmannpreis-Gewinnerin des Jahres 2006 im Gespräch mit dem Mitgliedermagazin des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands (SBVV) „Der Schweizer Buchhandel“ (Printausgabe) die Folgen des digitalen Wandels für Leser, Händler und Verleger: „Ich halte das für unterlassene Hilfestellung, dem Buchhändler nicht zu sagen: Es wird euch nicht mehr geben in zehn Jahren.“ (Foto rechts: Ausschnitt aus „Riesenmaschine: Das Beste aus dem brandneuen Universum“)

553756_254452007982838_1740526975_n„Substantiell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushalts zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Es ist grotesk, dass wir Ausgaben im kulturellen Bereich Subventionen nennen, während kein Mensch auf die Idee käme, die Ausgaben für ein Bahnhofsgebäude oder einen Spielplatz als Subventionen zu bezeichnen.“ (So formulierte es Bundespräsident Richard von Weizsäcker bereits 1991).  Mein WDR-Kollege Peter Grabowski (Bild) hat in seinem kulturpolitischen Blog eine lesbare Aktualisierung verfasst.

Ohne TitelIn eigener Sache: In dieser Woche schreibe ich von Lanzarote aus (Bild), lese Houellebecq und das inspirierende Merve-Buch „Abyssus intellectualis„, das mich mal wieder dem Spekulativen Realismus näher bringt und vor allem als Begleittext zur neuen Kanaren-Erzählung hinzugezogen wird. Nach „Teneriffa“ im vergangenen Jahr, das im Dialog mit Hartmut Langes Heidegger-Reflexionen „Positiver Nihilismus“ entstanden ist entsteht nun Band 2 meines Kanarenzyklus‘, der nun in jährlicher Folge bei Subkultur erscheinen wird. Die Covergestaltung, und das freut mich besonders, übernimmt auch 2014 der von mir sehr geschätzte Künstler Maurycy aus Wuppertal.

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